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Kliniken für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

 

Sicherheit in der Chirurgie


Was wird getan um Komplikationen zu vermeiden?

Trotz größter Sorgfalt kann es bei jeder Operation zu Komplikationen kommen. Die für Ihre Operation spezifischen, „typischen“ Komplikationen wird Ihr Arzt in einem Vorgespräch mit Ihnen besprechen. Einige Risiken haben aber alle Operationen gemeinsam:

 

Blutverdünnung

Nach gefäßchirurgischen Operationen ist meistens eine zusätzliche medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung nötig. Hierzu müssen Tabletten oder Spritzen zumindest für einen gewissen Zeitraum, zum Teil auch dauerhaft gegeben werden. Zum Einen verhindert dies den erneuten Verschluss der Blutgefäße, zum Anderen birgt diese notwendige Therapie auch das erhöhte Risiko einer Blutung.

Das kann bedeuten, dass Sie empfindlicher werden für die Entstehung von „blauen Flecken“, wenn Sie sich z. B. irgendwo stoßen. Ebenso können kleinere Verletzungen zu einer verlängerten Blutungszeit führen und es können Blutergüsse entstehen, die auch anfälliger für Infektionen sind. Gleiches gilt beispielsweise auch für Nasen- oder Zahnfleischbluten.

Je nach der Stärke der Blutverdünnung, die nach Ihrer Operation nötig wird, kann es sinnvoll sein, zuvor z. B. eine Untersuchung des Gehirns oder der Augen durchführen zu lassen um abschätzen zu können, ob durch eine Beeinträchtigung der Blutgerinnungsfunktion eine riskante Blutung zu erwarten ist. Ihr Arzt wird Sie in einem Vorgespräch beraten ob und welche Art der Blutverdünnung für Sie notwendig wird.

Qualitätssicherung

Um regelmäßig durchgeführte Operationen noch sicherer zu machen, beteiligen wir uns an der deutschlandweiten Erfassung von Kerndaten zu Ihrer Operation. So werden unter anderem bei Gallenblasenentfernungen, Bruchoperationen oder bei Druckgeschwüren Informationen zur OP-Dauer, dem intraoperativen Befund, verwendeten Materialien oder ähnlichem dokumentiert.

Diese Daten können regelmäßig ausgewertet werden, so dass es einfacher ist, abzuschätzen ob ein Standard erfolgreich ist: Wurden unterschiedliche Materialien verwendet um einen Leistenbruch zu verschließen und sind vielleicht bei einem bestimmten Produkt gehäuft Komplikationen aufgetreten? Wenn ja, gibt es andere Zusammenhänge
z. B. durch einen bestimmten Risikofaktor? Diese Daten werden dabei ebenso sensibel im Rahmen des Datenschutzgesetzes behandelt, wie alle übrigen Informationen über Ihren Gesundheitszustand und Ihre Person.

Teamarbeit und Standardisierung

Damit Ihre Operation gelingt und um das Risiko für Fehler und Fehlentscheidungen zu minimieren, wird jede Operation im Team besprochen. Experten aus verschiedenen Fachrichtungen machen sich mit Ihrem Fall vertraut und können so gemeinsam die optimale Therapie für Sie finden.

Bis Sie dann tatsächlich operiert werden, sind Ihre Befunde, Ihre Vorgeschichte und alle Details zu Ihrer Gesundheit sprichwörtlich durch „viele Hände“ gegangen und auch am Tag der Operation wird nochmals alles gegengecheckt, die Fakten zusammengetragen und überprüft. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn wir ähnliche Fragen mehrfach stellen und verschiedene Klinikmitarbeiter mit ähnlichen Anliegen auf Sie zukommen.

Letztlich dient dies Ihrer Sicherheit und der Optimierung Ihrer Therapie. Beispielsweise werden Sie allein am OP-Tag vor Betreten des Operationssaales von mindestens drei Personen nach Ihrem Namen und Ihrer Erkrankung gefragt. Dies bedeutet nicht, dass schnell mal jemand verwechselt wird oder die falsche Operation am falschen Patienten durchgeführt wird, diese standardisierten Überprüfungen helfen Fehler zu eliminieren.

Klinikdirektor:
Priv.-Doz. Dr. Jörg Sturm

 

Diakonissenkrankenhaus
Diakonissenstraße 28
76199 Karlsruhe

Telefon 0721 889-2238
Telefax 0721 889-3905
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