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Klinik für Thoraxchirurgie

 

Radiofrequenzablation (RFA)


Bei der Radiofrequenzablation (RFA) handelt es sich um ein interventionell-minimalinvasives Therapieverfahren für Patienten, bei denen ein operatives Vorgehen nicht infrage kommt. Für das Verfahren geeignet sind peripher gelegene, maximal 3-4 cm große Lungenmalignome (Bronchialkarzinome und Lungenmetastasen).

Bildgestützt (CT kontolliert) werden eine oder mehrere RF-Sonden in den Tumor platziert. Eine lokale Tumorkontrolle kann in bis zu 90% der Fälle erreicht werden. Mittelfristig kommt es nach der Intervention zu keinem relevanten pulmonalen Funktionsverlust.

Die Indikation zur interventionellen Ablation eines Lungentumors wird im interdisziplinären Konsens (Tumorboard) in Anwesenheit der in den Lungenkrebszentren der Deutschen Krebsgesellschaft geforderten Fachgebiete (Thoraxchirurgie, Pneumologie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie) und unter Berücksichtigung sämtlicher Therapiealternativen getroffen.

Dabei können neben der Primärbehandlung von Bronchialkarzinomen auch palliative Gesamtkonzepte (z.B. gemischtes Therapieansprechen einzelner Herde auf Systemtherapie) eine Indikation zur Tumorablation ergeben.

Der Schwerpunkt der operativen Tätigkeit liegt auf dem Gebiet der Tumorerkrankungen. Hierzu gehören alle gut- und bösartigen Tumoren der Lunge, des Brustkorbes, des Rippenfells (z.B. Pleuramesotheliom) sowie des Mediastinums. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung des Pneumothorax und des Pleuraempyems (Rippenfelleiterung).

Klinikdirektor:
Priv.-Doz. Dr. Thomas Schneider

 
St. Vincentius-Kliniken

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