Fluoreszenzangiographie (FAG)
Was ist eine Fluoreszenz-Angiographie und warum wird sie durchgeführt?
Die Fluoreszenz-Angiographie unterstützt den Augenarzt in der Beurteilung zahlreicher Veränderungen der Netzhaut und Aderhaut. Durch die Fluoreszenzangiographie gewonnenen Bilder kann der Augenarzt in vielen Fällen die Ursache oder das Stadium der Erkrankung feststellen, Behandlungsverfahren festlegen und den Verlauf der Erkrankung unter der Therapie beurteilen.
Neben vielen weiteren Indikationen bestehen drei Hauptgründe für die Durchführung einer Fluoreszenz-Angiographie:
- Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
- Diabetische Netzhauterkrankungen
- Venöse Gefäßverschlüsse
Wie wird die Fluoreszenz-Angiographie durchgeführt?
- Zunächst werden die Pupillen durch Augentropfen erweitert, um einen guten Einblick auf die Netzhaut zu ermöglichen.
- Ein schmales Röhrchen (Venenverweilkatheter) wird in eine Vene am Unterarm gelegt, um dann wenige Milliliter eines fluoreszeierenden Farbstoffes (Fluorescein) zu injizieren.
- Durch den Blutkreislauf gelangt der Farbstoff in alle Gefäße des Körpers, auch in die Aderhaut- und Netzhautgefäße.
- Mit Hilfe einer speziellen Kamera (Scanning-Laser-Ophthalmoskop bei der HRA-Angiographie bzw. digitalisierte Aufnahmen durch eine Funduskamera) wird kurz nach der Injektion des Farbstoffes eine Bilderserie vom Augenhintergrund gemacht einschließlich einer Spätaufnahme nach ca. 10 Minuten
- Die Bilderserie kann dann am Computer vom Augenarzt beurteilt und das Ergebnis mit Ihnen besprochen werden.
Gibt es Nebenwirkungen?
- Bei einigen Patienten können folgende Nebenerscheinungen während und nach der Fluoreszenz-Angiographie auftreten:
- Die Pupillenerweiterung kann zu Blendempfindlichkeit nach der Untersuchung führen, daher sollten Sie unter Umständen eine getönte Brille für den Nachhauseweg dabei haben und dürfen für den Rest des Tages kein Fahrzeug führen.
- Nach der Injektion des Farbstoffes färben sich Haut und Urin gelb. Dies kann einen Tag lang anhalten. Der Farbstoff wird über die Niere ausgeschieden. Bei Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) ist diese Ausscheidung beeinträchtigt.
- Übelkeit und Kreislaufreaktionen durch Reizung des vegetativen Nervensystems kommen gelegentlich vor und können entsprechend durch Lagerung und/oder Medikamente behandelt werden.
- Allergische Reaktionen auf Fluorescein sind sehr selten. Sie können zu Hautausschlag, Juckreiz, Atemnot oder Kreislaufreaktionen führen. Dies wird durch den Arzt sofort entsprechend der Schwere der Symptomatik medikamentös behandelt.

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