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Klinik für Augenheilkunde

 

Tränenwege


Der Tränenfilm wird von der Tränendrüse und den Talgdrüsen des Ober- und Unterlides (Meibom-Drüsen) gebildet. Die Drüsensekrete und die Tränenflüssigkeit werden durch den Lidschlag auf der Augenoberfläche verteilt, um die Bindehaut sowie die Hornhaut vor dem Austrocknen zu schützen.

Die Tränenflüssigkeit kommt über das obere und untere Tränenpünktchen der Lider in die Tränenkanälchen, dann in den Tränensack. Von dort wird die Tränenflüssigkeit über den Tränennasengang weiter in die Nase abgeleitet.

Verschluss der Tränenwege

Bei vermehrtem Tränenträufeln (Epiphora) muss zunächst eine Diagnostik durchgeführt werden, ob überhaupt ein Verschluss der Tränenwege vorliegt.
 

Therapie des Tränenwegsverschlusses

Die Ursachen für einen Tränenwegsverschluss können abgelaufene Entzündungen sein, selten sind sie angeboren. Je nach Lokalisation des Verschlusses unterscheidet sich die Therapie.

Bei Verschluss im Bereich der kleinen Tränenkanälchen wird versucht, diese mittels Laser wieder zu eröffnen, um dann Silikonschläuche einzulegen, welche mindestens 3 Monate belassen werden, damit es nicht wieder zu einem Verschluss kommt.

Liegt der Verschluss im Bereich des Tränensackes oder im Tränennasengang, kann ebenfalls häufig eine endoskopische Eröffnung mittels Laser/Bohrer erfolgen. In Ausnahmefällen wird ein Kurzschluss zwischen dem Tränensack und der Nase hergestellt, damit die Tränenflüssigkeit auf diesem Wege in die Nase abfließen kann (Dakryozystorhinostomie nach Toti).

Tränenwegsverschluss bei Kindern

Bei der Geburt kann die Mündung des Tränennasengangs noch durch ein Häutchen (Hasner-Membran) verschlossen sein. Durch den fehlenden Abfluss der Tränenflüssigkeit kann es bei Säuglingen zu wiederholten Entzündungen des Auges kommen. In den meisten Fällen (>90%) öffnen sich die Tränenwege in den ersten 12 Monaten von alleine. Ist dies nicht der Fall, so kann das Häutchen operativ entfernt werden.

 

 

Klinikdirektor:
Dr. Christian Scheib

 

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