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Jubiläum der Palliativstation in den St. Vincentius-Kliniken


Vor fünf Jahren eröffnete die Palliativstation am Standort in der St. Marien-Klinik.

Die Leitung der Palliativstation in den St. Vincentius-Kliniken: Prof. Dr. Christian Meyer zum Büschenfelde (links) und Prof. Dr. Johannes Claßen (rechts) teilen sich die chefärztliche Leitung der Station. In der Mitte Anja Jung (links), Pflegerische Leitung und Dr. Esther Lutsch, Ärztliche Leitung.

Die St. Vincentius-Kliniken haben am 18.10.2017 das 5-jährige Jubiläum der Palliativstation am Standort in der St. Marien-Klinik gefeiert.

Auf der Palliativstation werden Patienten behandelt, die an einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden. Das Ziel der Behandlung ist es, eine Entlassung der Patienten in die häusliche Umgebung zu ermöglichen, indem die Symptome der Erkrankung gelindert werden.

Das interdisziplinäre Team bestehend aus Ärzten, speziell ausgebildeten Pflegekräften, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern, Seelsorgern, Psychoonkologen sowie Musik- und Kunsttherapeuten, bietet eine umfassende und individuell auf den Patienten abgestimmte Therapie. Die Station verfügt über neun Einzelzimmer mit direkt angeschlossenem Bad. Außerdem gibt es ein Wohnzimmer für Patienten und Angehörige sowie einen separaten Therapieraum. Angehörige haben die Möglichkeit, im Zimmer der Patienten zu übernachten.

„Schwere, nicht mehr heilbare Erkrankungen, führen zu großen psychischen und sozialen Belastungen. Das multiprofessionelle Team auf der Palliativstation ermöglicht eine individuelle Betreuung der Patienten. Das Ziel ist, die Lebensqualität so zu verbessern, dass die Patienten nach Hause entlassen werden können“, erklärt Prof. Dr. Christian Meyer zum Büschenfelde, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Immunologie und Palliativmedizin der ViDia Kliniken, der sich gemeinsam mit Prof. Dr. Johannes Claßen, Direktor der Klinik für Strahlentherapie, Radiologische Onkologie und Palliativmedizin, die chefärztliche Leitung der Palliativstation teilt. „Die meisten Menschen wünschen sich, ihren letzten Lebensabschnitt zu Hause verbringen zu können. Diesem Wunsch wollen wir mit unseren medizinischen und pflegerischen Angeboten gerecht werden. Patienten, deren gesundheitlicher Zustand eine

Entlassung in die häusliche Umgebung erlaubt, werden unterstützt durch ambulante Dienste wie die Brückenschwestern des OSP, ein Palliative Care Team, Pflegedienste und ehrenamtliche oder spezielle Dienste“, führt Prof. Claßen weiter aus. In den vergangenen fünf Jahren wurden auf der Palliativstation mehr als 1.300 Patientinnen und Patienten behandelt.

Hilfe bei der Überleitung in die häusliche Umgebung

Seit mehr als 20 Jahren gibt es die Brückenschwestern Karlsruhe, ein Angebot des Onkologischen Schwerpunktes Karlsruhe (OSP). Die Aufgabe der Brückenschwestern besteht zunächst darin, die Brücke zwischen einer Behandlung im Krankenhaus und der häuslichen Betreuung zu bilden. Dazu kooperieren sie mit verschiedenen Partnern wie dem Klinikpersonal, niedergelassenen Ärzten, Seelsorgern, Apotheken, Sozialdiensten, Krankenkassen und Sanitätshäusern.

Die Betreuung beginnt  bereits im Krankenhaus und ermöglicht damit eine rasche und komplikationsfreie Überleitung nach Hause. Mit ihrer Arbeit ermöglichen die Brückenschwestern den Erhalt der Selbstbestimmung und fördern die Lebensqualität durch angepasste Symptomkontrolle. Seit ihrer Gründung am 01. Juli 1995, mit damals drei Krankenschwestern, hat das Team der Brückenschwestern bis heute mehr als 12.000 onkologische Patienten und deren Angehörige bei der Pflege zu Hause begleitet.

Das Team besteht aus acht Krankenschwestern mit langjähriger Berufserfahrung, die über eine Zusatzqualifikation „Palliative-Care“ verfügen. Das Einzugsgebiet reicht vom Stadt- und Landgebiet Karlsruhes bis in die nahe Pfalz.

Ende 2014 hat der OSP Karlsruhe das bestehende Versorgungsangebot der Brückenschwestern um das Angebot einer Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) erweitert. Damit verbunden wurde das Team der Brückenschwestern um Ärzte erweitert, die auf Palliativ-Medizin spezialisiert sind. Die SAPV steht allen schwerstkranken Patienten mit ausgeprägter Symptomatik zur Verfügung: unabhängig von der Art ihrer Grunderkrankung, also auch allen nicht an Krebs erkrankten Patienten.