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Wichtiger Hinweis für Patienten mit Symptomen wie Fieber, Husten Atemnot

Initiative Helfen hilft Heilen: ViDia erhält Volksbankspende für die Intensivstation


Mit einer Spende über 20.000 Euro unterstützt die Volksbank Karlsruhe Stiftung den Ausbau der Intensivkapazitäten in den ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe.

Hubert Meier, Vorstandmitglied der Volksbank Karlsruhe und Stiftungsvorstand; Foto: Volksbank Karlsruhe

Prof. Dr. Konstantin Mayer, Direktor der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin sowie Mitglied des Krisenstabs der ViDia Kliniken

Eines der 54 beatmungsfähigen Intensivbetten der ViDia Kliniken

„In der Gemeinschaft die Corona-Krise bewältigen“

Mit einer Spende über 20.000 Euro unterstützt die Volksbank Karlsruhe Stiftung den Ausbau der Intensivkapazitäten in den ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe. Einblicke in die aktuelle Situation gibt ein Gespräch mit Hubert Meier, Vorstandsmitglied der Volksbank Karlsruhe und Stiftungsvorstand sowie Prof. Dr. Konstantin Mayer, Direktor der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin sowie Mitglied des Krisenstabs der ViDia Kliniken.

„Herr Prof. Dr. Mayer, als Klinikdirektor der Pneumologie in den ViDia Kliniken sind Sie und Ihr Team derzeit im Dauereinsatz. Warum ist speziell Ihre Klinik für Covid-19-Patienten so wichtig?“

Die neue Viruserkrankung äußert sich zuerst in unspezifischen grippalen Symptomen. Zu einer Notwendigkeit der stationären Behandlung führen aber vor allem Probleme, die durch die Beteiligung der Lunge hervorgerufen werden. Es kann eine Pneumonie (Lungenentzündung) entstehen, die es notwendig macht, dem Patienten Sauerstoff zuzuführen. Bei einer weiteren Verschlechterung kann die Notwendigkeit einer Beatmung entstehen oder der Patient könnte aufgrund eines schwerwiegenden Lungenversagens intensivpflichtig werden.

Das Team der Klinik für Pneumologie ist schon seit vielen Jahren auf die Behandlung von Lungenerkrankungen und Infektionen spezialisiert. Patienten mit Influenza (Grippe-Virus) und Tuberkulose wurden seither hier versorgt. Die Klinik für Pneumologie stellt einen wichtigen Pfeiler der Versorgung lungenkranker Patienten in Mittelbaden dar, ihr Einzugsbereich erstreckt sich bis weit in die Pfalz.

Die Klinik für Pneumologie profitiert dabei von der Unterstützung durch die Hans und Dagmar Mende Stiftung beim Ausbau der Klinik und dem Aufbau der neuesten diagnostischen Verfahren. Auch in diesem Fall besteht also eine schöne Verbindung von Gesellschaft und Medizin, zum Wohle der Patienten. Aufgrund der bestehenden Expertise für Lungenerkrankungen, Infektionen der Lunge und der nicht-invasiven und invasiven Beatmung können wir eine exzellente Versorgung der Patienten anbieten.

Derzeit ist die Klinik für Pneumologie in einen Covid-Isolationsbereich umgewandelt worden. Wir ermöglichen damit eine zentrale Versorgung der mit SARS-CoV-2 erkrankten Patienten. Auf der anderen Seite können wir untersuchen, ob sich bei Verdachtsfällen die Diagnose bestätigen lässt.

 

„Wie viele Patienten können Sie aufnehmen und welche Ausstattung benötigen Sie für Corona-Patienten?“

Die ViDia Kliniken haben für die Bewältigung der Krise erhebliche Anstrengungen unternommen. Alle nicht dringlichen Eingriffe und Behandlungen wurden verschoben und damit stationäre und intensivmedizinische Kapazitäten massiv erhöhet. Die Klinik für Pneumologie ist, wie bereits erwähnt, komplett in einen Isolationsbereich umgewandelt worden. Wir haben zusätzliche Betten erhalten, damit wir alle Patienten bis zum Ausschluss der Diagnose oder der Bestätigung, von anderen Patienten getrennt behandeln können.

Die Intensivmedizinischen Kapazitäten wurden in den ViDia Kliniken über alle Standorte in enger Zusammenarbeit der beteiligten Kliniken auf bis zu 59 Intensivplätze erhöht. Auch die Anzahl der Beatmungsplätze wurde deutlich erhöht, so dass an nahezu jedem Intensivplatz eine Beatmungstherapie angeboten werden kann. Diese Erweiterung der Kapazitäten ist sowohl in Hinblick auf die Bereitstellung der Ausstattung wie Beatmungsgeräten und Monitoreinheiten als auch in Hinblick auf die Schulung des Personals und die Verfügbarkeit der persönlichen Schutzausrüstung eine Herkules-Anstrengung.

„Wenn ich Sie richtig verstehe, gibt es einen sehr hohen Bedarf, insbesondere auch durch die Verschiebung vieler elektiver Operationstermine in den 26 Kliniken. Zudem fehlen Einnahmen. Es gibt doch Zusicherungen der Bundesregierung, hier unterstützend einzugreifen. Sind die Kosten nicht vollständig gegenfinanziert, damit die Kliniken neben dem erhöhten Aufwand nicht auch noch mit angespannten Budgets arbeiten müssen?“

Zunächst möchte ich das Krisenmanagement der Bundes- und der Landesregierung und der örtlichen Behörden ausdrücklich hervorheben. In einer solchen Krise einen kühlen Kopf zu bewahren, vernünftige Entscheidungen zu treffen und dies entsprechend zu kommunizieren, ist allen Beteiligten bisher aus meiner Sicht gut gelungen.

Wie alle Kliniken in Deutschland haben auch die ViDia Kliniken weiterhin das Ziel, unter den gegebenen ökonomischen Bedingungen, das Wohl der Patienten in den Mittelpunkt zu stellen. Wir haben jetzt auf die Versorgung dringlicher und Notfall-Patienten umgestellt. Die Bundesregierung wird dies entsprechend unterstützen.

Um für beatmungspflichtige Patienten genügend Intensivplätze und Beatmungsgeräte zur Verfügung zu stellen, haben die ViDia Kliniken eine Erweiterung um 15 Intensivplätze ermöglicht. Hinzu kommt die Erhöhung der Beatmungskapazitäten um insgesamt 27 Plätze. Die Kosten der Erhöhung unserer Intensivkapazitäten betragen 1.500.000 Euro, hiervon werden 750.000 Euro nicht von dem Programm der Bundesregierung getragen. Ob es eine weitere Unterstützung seitens der Landesregierung gibt, ist noch nicht bekannt.

Damit die Aufgaben der ViDia Kliniken personell, klinisch und organisatorisch leichter zu bewältigen sind, freuen wir uns neben der politischen Unterstützung auch über die Hilfe der Gesellschaft. Wir haben die Initiative „Helfen hilft Heilen“ ins Leben gerufen, damit zusätzliche Spenden uns helfen, die Patienten besser zu versorgen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass uns die Volksbank Karlsruhe Stiftung mit 20.000 Euro unterstützt hat, was uns die Ausstattung eines weiteren Intensivplatzes ermöglicht.

Volksbank Karlsruhe Stiftung fördert ViDia seit 2018

 
„Hubert Meier, Sie sind Vorstandmitglied der Volksbank Karlsruhe und Stiftungsvorstand. Wie kam der Kontakt zwischen der VBKA-Stiftung und den ViDia Kliniken zustande?“

Bereits 2018 haben wir aus Stiftungsmitteln 5.000 Euro für die Einrichtung einer geriatrischen Station im Neubau der ViDia Kliniken gespendet. In einem weiteren persönlichen Treffen zwischen der Fundraiserin der ViDia Kliniken Karin Feig und den Vorständen der Volksbank Karlsruhe Stiftung Stefan Spohrer und mir hatten wir bereits Überlegungen für eine weitere Zusammenarbeit angestellt. Als uns die konkrete Anfrage von ViDia aufgrund der akuten Corona-Problematik erreichte war klar, dass wir hier auf jeden Fall unseren Beitrag leisten wollen.

 „Warum hat die Volksbank Karlsruhe Stiftung entschieden, gerade hier zu unterstützen?“

Die Initiative www.helfen-hilft-heilen.de ist ein ganz konkreter Ansatz, unbürokratisch und schnell etwas Fundamentales gegen die Corona-Problematik zu tun. Das betrifft die eine Seite der Krisenbewältigung, die hilft, Menschenleben zu retten.

Auf der anderen Seite gilt unsere Unterstützung auch Menschen in Not, deren Existenzsicherung durch die Corona-Krise gefährdet ist. Daher haben wir auch aktuell je 5.000 Euro an die Durlacher und Beiertheimer Tafel gespendet, um dort deren Betrieb aufrecht zu erhalten. Eine Maxime der Volksbank Karlsruhe Stiftung ist es, dort zu helfen, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird und wo wir Institutionen in unserer Region unterstützen können, die einen großen Beitrag für das Allgemeinwohl leisten.