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Strahlenklinik der ViDia Kliniken nimmt neuen Linearbeschleuniger in Betrieb


Schonende Therapie / Kurze Bestrahlungszeiten / Ausbau der Kapazitäten

Die Klinik für Strahlentherapie bietet schonende Bestrahlungen an drei Linearbeschleunigern an. Kurze Behandlungseinheiten unterstützen dabei den Patientenkomfort.

Prof. Dr. Johannes Claßen ist Direktor der Klinik für Strahlentherapie, Radiologische Onkologie und Palliativmedizin in den ViDia Christliche Kliniken

Die Klinik für Strahlentherapie, Radiologische Onkologie und Palliativmedizin der ViDia Kliniken, eine der führenden Kliniken mit dieser Spezialisierung in der Region, hat einen weiteren Linearbeschleuniger in Betrieb genommen. Das neue Hochpräzisionsgerät ergänzt die vorhandene technische Ausstattung mit bisher zwei hochklassigen Linearbeschleunigern und erweitert die Kapazitäten insbesondere auch für Krebspatienten.

„Wir sind ein erfahrenes Zentrum für die stereotaktische Hochpräzisionsbestrahlung von Tumoren des Gehirns, der Lunge und der Leber. Mit diesem Verfahren und auf Basis der neuesten strahlen- und tumorbiologischen Forschungsergebnisse können wir Tumorerkrankungen oft nebenwirkungsfrei, besonders wirksam und vielfach anstelle einer Operation behandeln. Kurze Bestrahlungszeiten von nur wenigen Minuten mit unseren Linearbeschleunigern tragen dabei wesentlich zum Komfort der Patienten bei“, erklärt Klinikdirektor Prof. Dr. Johannes Claßen.

Insgesamt, so Prof. Dr. Claßen, verfüge die Klinik über exzellente Behandlungsbedingungen durch hoch qualifizierte, erfahrene Teams von Medizinern, Physikern und Pflegekräften sowie eine ausgezeichnete technische Ausstattung. Während der Bestrahlung setzt die Klinik eine spezielle Patientenlagerungsüberwachung sowie Funktionen für das Atemgating ein. Mittels Atemgating und modernster Bildgebung durch Computertomografie wird die Bestrahlung auf die individuelle Atmung des Patienten abgestimmt. Dies ermöglicht  eine präzise Behandlung des erkrankten Zielgebietes bei gleichzeitiger Schonung des umliegenden, gesunden Gewebes, z.B. des Herzens.

Damit sind hochpräzise Therapien selbst für sehr kleine Tumoren, etwa in Lunge, Leber, Nebennieren oder im Gehirn möglich. Darüber hinaus kommt die Strahlentherapie erfolgreich zur Behandlung degenerativer oder entzündlicher Gelenk- und Bindegewebserkrankungen (z.B. Fersensporn, Tennisellenbogen, Arthrose) sowie gutartiger Tumoren (z.B. Hirnhauttumoren) zum Einsatz, sodass ein Voranschreiten von Erkrankungen verhindert und auch hier vielfach Operationen vermieden werden können.

Über besondere Expertise verfügt die Klinik zudem auf den Gebieten der stereotaktischen sowie der intensitätsmodulierten Strahlentherapie, der kombinierten Radio-Chemotherapie, der Brachytherapie (z. B. bei Prostata-, Gebärmutterhals-, Brust- und Speisenröhrenkrebs) und der palliativmedizinischen Betreuung durch qualifizierte Palliativmediziner.  

 

Kapazitäten für das Onkologische Zentrum

Von der Inbetriebnahme des neuen Linearbeschleunigers profitieren auch die Patientinnen und Patienten des Onkologischen Zentrums in den ViDia Kliniken, das als zertifiziertes Krebszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft ein einzigartiges medizinisches Angebot in der Region darstellt. Das Onkologische Zentrum bietet mit fünf Organkrebszentren sowie einer interdisziplinären Organisation aller beteiligten Fachbereiche und einer umfassenden Kooperation mit niedergelassenen Ärzten eine hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen.

In den interdisziplinären Tumorboards des Onkologischen Zentrums, an denen auch niedergelassene Ärzte teilnehmen können, legen Internisten, Chirurgen, Onkologen, Radiologen, Nuklearmediziner und Strahlentherapeuten gemeinsam ein individuelles Behandlungskonzept für jeden Patienten fest.