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Klinik für Nuklearmedizin

 

Informationen für Patienten


Wie läuft eine nuklearmedizinische Untersuchung ab?

Eine geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels wird in eine Armvene gespritzt oder eingenommen. Es reichert sich nach einer bestimmten Zeit, die vom zu untersuchenden Organ abhängt, im Zielorgan, an und sendet Strahlen aus.

Diese Strahlen werden von einem Detektor, z.B. einer Gammakamera, aufgenommen und bildlich dargestellt. Dabei entstehen zweidimensionale Bilder des untersuchten Organsystems, sog. Szintigramme.

Ist eine nuklearmedizinische Untersuchung schmerzhaft oder gefährlich?

Die Untersuchung selbst ist in keinster Weise schmerzhaft, nur die Injektion, d.h. der Stich mit der Injektionsnadel, verursacht wie bei einer gewöhnlichen Blutentnahme einen "Pieks".

Die Strahlenbelastung ist meist sehr gering, vergleichbar etwa einer üblichen Röntgenuntersuchung, weil die Mehrzahl der verabreichten radioaktiven Stoffe nach kurzer Zeit zerfallen bzw. sehr schnell über die Nieren ausgeschieden werden.

Die Anzahl der Aufnahmen, die wir anfertigen, hat für die Strahlenbelastung überhaupt keine Bedeutung, da nur die von Ihnen ausgesandte Strahlung aufgezeichnet wird und die Aufnahmegeräte selbst keinerlei Strahlung abgeben. Mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Projektionen und Ansichten sowie Wiederholungsaufnahmen sind deshalb nicht mit einer erhöhten oder zusätzlichen Strahlenbelastung verbunden.

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. allergische Reaktionen auf das verwendete radioaktive Arzneimittel sind nicht zu erwarten, weil der Stoff chemisch nur in extrem niedriger Konzentration vorliegt und deshalb auch keine allergischen Reaktionen hervorrufen kann.
Wie bei jeder Blutentnahme auch könnte es an der Einstichstelle zu einem Bluterguß ("blauer Fleck") kommen.

Nachblutungen, Infektionen oder gar Nervenverletzungen sind zwar denkbar, kommen aber nur in extrem seltenen Fällen vor. Nach den Grundsätzen des Strahlenschutzes wird eine nuklearmedizinische Untersuchung generell nur dann durchgeführt, wenn der Nutzen der Untersuchung die möglichen Komplikationen und die Strahleneinwirkung bei weitem übersteigt.

Klinikdirektor:
Jürgen G. Schneider

 

St. Vincentius-Kliniken
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Telefon 0721 8108-3675
Telefax 0721 8108-3833
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