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Klinik für Nuklearmedizin

 

Radiojodbehandlung gut- und bösartiger Schilddrüsenerkrankungen


Eine Schilddrüsenüberfunktion, die man alternativ zur Operation auch mit radioaktivem Jod (Radiojod) behandeln kann, ist häufig die Folge von überaktiven, sogenannten "heißen" Knoten. Der Ausdruck "heiß" ist historisch und leitet sich von der Tatsache ab, dass diese gutartigen Knoten besonders intensiv Radiojod aufnehmen, was die Grundlage der Radiojodbehandlung darstellt.

Eine mit Hilfe einer Voruntersuchung (Radiojodtest) berechnete Menge an radioaktivem Jod wird dem Patienten in Form einer Kapsel einmalig oral verabreicht. Das radioaktive Jod wird im Magen-Darm-Trakt aufgenommen und über die Blutbahn von den überaktiven "heißen" Schilddrüsenzellen eingelagert.

Die vom radioaktiven Jod ausgehende Strahlung dämpft den überdrehten Stoffwechsel der heißen Zellen und schaltet diese dadurch dauerhaft funktionell aus. Der Knoten selbst wird dabei meist deutlich kleiner, bleibt aber üblicherweise als jetzt inaktiver Bezirk bestehen.

Neben den heißen Knoten kann man auch die Überfunktion bei der Basedow'schen Erkrankung mit Radiojod nebenwirkungsarm behandeln. Selbst stärker vergrößerte Schilddrüsen (ausgeprägte Kröpfe) können durch Radiojobehandlung deutlich um etwa 40 bis 50 % der Ausgangsgröße verkleinert werden.

Aus Strahlenschutzgründen darf die Behandlung mit radioaktivem Jod nur auf speziellen Therapiestationen mit entsprechender Abklinganlage durchgeführt werden. Dies Anlagen dienen dazu, die radioaktiven Ausscheidungen der Patienten aufzufangen und die radioaktive Strahlung einige Zeit lang abklingen zu lassen, bis die Strahlung einen bestimmten Grenzwert unterschritten hat. Erst dann können die Abwässer in die allgemeine Kanalisation eingeleitet werden.

Die Behandlung findet nicht in einem "Bunker" statt, wie oft irrtümlicherweise von vielen Patienten vermutet wird, sondern in ganz gewöhnlichen Stationszimmern mit Fenster, Telefon und Fernseher. Aus Strahlenschutzgründen dürfen Sie während Ihres Aufenthaltes das Zimmer nicht verlassen und keinen Besuch von Angehörigen empfangen.

Klinikdirektor:
Jürgen G. Schneider

 

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