175 Jahre ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe:
175 Jahre Spitzenmedizin und Verantwortung für die Versorgungsregion Karlsruhe
Die ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe feiern in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: 175 Jahre Krankenhausgeschichte, geprägt von medizinischer Kompetenz, christlichen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung. Ihre Wurzeln reichen ins Jahr 1851 zurück, als sowohl die katholischen St. Vincentius-Kliniken als auch das evangelische Diakonissenkrankenhaus gegründet wurden. Aus der Fusion der beiden traditionsreichen Häuser entstanden im Jahr 2016 die heutigen ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe.
Das Jubiläum steht für 175 Jahre Einsatz für die Menschen der Region – und für die erfolgreiche Verbindung von Tradition und Zukunft. Unter dem Motto „Wir denken Gesundheit weiter“ blicken die ViDia Kliniken im Jubiläumsjahr mit Stolz auf ihre Geschichte und mit Innovationskraft auf die Herausforderungen von morgen.
Festakt mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten bildete ein Festakt mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem ökumenischen Gottesdienst, der von Weihbischof Dr. Christian Würtz und Prälat Dr. Marc Witzenbacher gestaltet wurde.
Zu den Ehrengästen gehörte auch der baden-württembergische Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit, Oliver Hildenbrand MdL. In seinem Grußwort hob er die wichtige Rolle der ViDia Christliche Kliniken für die Gesundheitsversorgung in Karlsruhe und der Region Mittlerer Oberrhein hervor. „Die ViDia Kliniken blicken auf 175 Jahre erfolgreiche Krankenhausgeschichte zurück und verbinden Tradition, Wandel und Moderne. Sie haben bereits frühzeitig einen Transformationsprozess eingeschlagen, dessen bauliche Investitionen in den vergangenen Jahren vom Land Baden-Württemberg mit insgesamt 100,85 Millionen Euro unterstützt wurden. Mit diesem Strukturprozess haben die Verantwortlichen Weitsicht und Veränderungsbereitschaft bewiesen, um die Patientinnen und Patienten auch in Zukunft auf hohem Niveau zu versorgen.“
Im anschließenden Jubiläumstalk, moderiert von Fernsehmoderator Markus Brock, blickten die Teilnehmenden auf den Transformations-prozess der Kliniken und diskutierten zugleich die aktuellen Herausforderungen des Gesundheitswesens. Teilnehmer am Jubiläumstalk waren Karlsruhes erste Bürgermeisterin für Umwelt und Gesundheit, Bettina Lisbach, Matthias Einwag, Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Marc Wurster, Aufsichtsratsvorsitzender der ViDia Kliniken, Prof. Dr. Serena Preyer, Direktorin der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie und plastische Gesichtschirurgie in den ViDia Kliniken sowie Hugo Leonhart, Bereichsleitung Intensivstationen in den ViDia Kliniken. Bettina Lisbach betonte im Jubiläumstalk die Bedeutung der ViDia Kliniken für die medizinische Versorgung in der Region: “Die ViDia Kliniken haben dringend notwendige Reformprozesse sehr früh und in Eigenregie gemeistert. Sie sind unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung in unserer Stadt und in der Region“.
175 Jahre Vertrauen und Engagement
Die Geschichte der ViDia Christliche Kliniken begann mit dem ehrenamt-lichen Engagement evangelischer und katholischer Christinnen und Christen. Ihr gemeinsames Ziel war es, Menschen in Not eine medizinische Versorgung zu ermöglichen und christliche Nächstenliebe praktisch zu leben.
Auch heute bilden diese Werte das Fundament der ViDia Kliniken. 175 Jahre Krankenhausgeschichte bedeuten zugleich 175 Jahre Vertrauen – aufgebaut und täglich neu verdient durch Generationen von Mitarbeitenden. Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Mitarbeitende aller Berufsgruppen prägen mit ihrer Fachkompetenz, ihrem Einsatz und ihrer Menschlichkeit das Gesicht der ViDia Kliniken.
„Die ViDia Kliniken zeichnen sich seit jeher durch eine hohe Veränderungsbereitschaft aus. Die größte Anerkennung für das, was heute ist, gebührt unseren Mitarbeitenden. Sich immer wieder auf neue Rahmenbedingungen einzustellen, erfordert besondere Fähigkeiten, Engagement und den Willen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung“, betonte Caroline Schubert, Vorständin der ViDia Kliniken beim Festakt. „Wer auf einem soliden Fundament steht, kann trotz aller Herausforderungen optimistisch in die Zukunft blicken. Unsere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit haben uns in der Vergangenheit stark gemacht und werden uns auch künftig erfolgreich begleiten“, ergänzte Richard Wentges, Vorstandsvorsitzender der ViDia Kliniken in der gemeinsamen Rede. Hinsichtlich der finanziellen Rahmenbedingungen sehen die Vorstände allerdings mit Sorge in die Zukunft. „Wir benötigen eine ausreichende Vergütung für die von uns erbrachten Leistungen. Das ist aktuell leider nicht gegeben und wird durch die geplante Gesetzgebung noch verschärft“, erklären die Vorstände.
Von christlicher Nächstenliebe zur modernen Klinik
Die Ursprünge der heutigen ViDia Christliche Kliniken reichen in eine Zeit zurück, als die Stadt Karlsruhe rund 24.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählte. Engagierte Bürgerinnen und Bürger gründeten aus christlicher und sozialer Verantwortung heraus Einrichtungen zur Versorgung armer und kranker Menschen.
Die engagierte Karlsruherin Amalie Baader und der Kaplan der Pfarrei St. Stephan, Franz Xaver Höll, gründen am 29. Januar 1851 gemeinsam mit Gleichgesinnten den St.-Vincentius-Verein. Ihr Ziel: Sich aus dem Impuls christlicher und sozialer Verantwortung heraus um die Armen und Kranken der Stadt zu kümmern. Noch im ersten Jahr der Aufnahme ihrer Tätigkeit – heute würde man von ambulanter Krankenpflege sprechen – zeichnete sich ab, dass die Betreuung der Kranken den Betrieb eines Krankenhauses erforderte. Am 1. Januar 1854 nimmt das neue St. Vincentius-Krankenhaus mit 16 Zimmern sowie einem Saal mit fünf Fenstern, der zu einer Kapelle umgebaut wurde, seine Arbeit auf.
In selben Jahr 1851 wird die Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe mit dem Wahlspruch „Alles und in Allen Christus“ feierlich eingeweiht. Fünf Schwestern werden zum Amt und Dienst als Diakonisse eingesegnet. Sie versehen im Krankenhaus am Mühlburger Tor mit zunächst zwölf Betten ihren Dienst und erhalten dort die praktische Ausbildung. Angeboten wird eine „wirksame Krankenpflege, die im lebendigen Christentum wurzelnd, Geist, Seele und Leib gleichermaßen im Auge hat“.
Herausforderungen für die Krankenhausversorgung
Das Jubiläumsjahr fällt in eine Zeit tiefgreifender Veränderungen im Gesundheitswesen. Seit Jahren weisen die Krankenhäuser der Region gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe auf die unzureichende Finanzierung der Kliniken hin. Kostensteigerungen bei Personal, Energie und Inflation werden im aktuellen Finanzierungssystem nicht ausreichend ausgeglichen. Die ViDia Kliniken unterstützen grundsätzlich die Ziele der Krankenhausreform, sehen jedoch Nachbesserungsbedarf bei den aktuellen Gesetzesplänen. Gemeinsam mit der Stadt und der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) setzen sie sich für eine auskömmliche Finanzierung und verlässliche Rahmenbedingungen ein.
„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Strukturen für die ViDia Christliche Kliniken und die Region in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. Viele der heute geforderten Reformschritte haben wir bereits aus eigener Initiative umgesetzt und damit zukunftsfähige Strukturen geschaffen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der ViDia Kliniken, Richard Wentges.
Mit dem geplanten zweiten Bauabschnitt setzen die ViDia Kliniken ihren eingeschlagenen Weg konsequent fort. Nach der Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts im Jahr 2022 stellt das Projekt den nächsten wichtigen Schritt zur weiteren Bündelung medizinischer Leistungen und zur Stärkung der regionalen Versorgung dar.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Das Jubiläum wird seit Jahresbeginn mit zahlreichen Aktionen für Mitarbeitende begleitet. Im Mittelpunkt stehen dabei Gemeinschaft, Zusammenhalt und das gemeinsame Engagement aller Berufsgruppen.
Ein besonderes Zeichen setzte die Pflanzaktion für den ViDia Wald im März. Mitarbeitende und ihre Familien pflanzten gemeinsam 175 klimastabile Bäume verschiedener Arten. Die Aktion entstand in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Karlsruhe und steht symbolisch für Nachhaltigkeit, Verantwortung und Zukunft.
Als Zeichen des Dankes für ihren täglichen Einsatz sind am Tag nach dem Festakt alle Mitarbeitenden der ViDia Kliniken und deren Familien zum großen Mitarbeitendenfest eingeladen. An diesem Tag stehen die Menschen, die die ViDia Kliniken Tag für Tag prägen, im Mittelpunkt und sind eingeladen, besondere Momente und Gemeinschaft zu erleben.
„Mit unseren Jubiläumsveranstaltungen möchten wir das gemeinsame Engagement in unserem Unternehmen sichtbar machen und Räume für Austausch, Begegnung und gemeinsames Erleben schaffen – über alle Berufsgruppen und Generationen hinweg“, so Caroline Schubert, Vorständin der ViDia Kliniken.
Mit Tradition und Innovationskraft in die Zukunft
Die ViDia Christliche Kliniken verbinden hochmoderne Spitzenmedizin mit einer Haltung, die den Menschen in seiner ganzen Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellt. Innovative Diagnostik, moderne Therapieverfahren und eine leistungsfähige Infrastruktur gehen Hand in Hand mit Fürsorge, Respekt und persönlicher Zuwendung.
Das 175-jährige Jubiläum ist deshalb weit mehr als ein historischer Meilenstein. Es steht für eine lebendige Gemeinschaft, die seit 175 Jahren Verantwortung für die Menschen der Region übernimmt – und dies auch künftig mit Kompetenz, Menschlichkeit und Zuversicht tun wird.

Der Festakt zum 175-jährigen Jubiläum zog zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft an. V.l.n.r.: Richard Wentges (Vorstandsvorsitzender ViDia Kliniken), Bettina Lisbach (erste Bürgermeisterin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Karlsruhe), MdL Oliver Hildenbrand (baden-württembergische Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit), Matthias Einwag (Hauptgeschäftsfüherer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft), Caroline Schubert (Vorständin ViDia Kliniken) und Marc Wurster (Aufsichtsratsvorsitzender ViDia Kliniken).
Foto: Magali Hauser

Der Jubiläumstalk wurde moderiert von Markus Brock. V.l.n.r.: Markus Brock (Fensehmoderator), Bettina Lisbach (erste Bürgermeisterin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Karlsruhe), Matthias Einwag (Hauptgeschäftsfüherer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft), Hugo Leonhart (Bereichsleitung Intensivstationen), Prof. Dr. Serena Preyer (Direktorin der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie und plastische Gesichtschirurgie) und Marc Wurster (Aufsichtsratsvorsitzender ViDia Kliniken).
Foto: Magali Hauser





