Sportmedizin auf internationalem Niveau: ViDia-Ärztin bei der Leichtathletik-EM in Birmingham im Einsatz

Sieben Wettkampftage, 114 deutsche Athletinnen und Athleten und am Ende 21 Medaillen: Die deutsche Nationalmannschaft blickt auf erfolgreiche Leichtathletik-Europameisterschaften vom 10. bis 16. August 2026 in Birmingham zurück. Mit dem besten Medaillenergebnis bei Europameisterschaften seit 1998 und Rang drei in der Nationenwertung kehrte das Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) aus Großbritannien zurück. Mit dabei war auch PD Dr. med. Anna-Katharina Nolte von der Klinik für Unfall-, Handchirurgie und Sportmedizin der ViDia Christlichen Kliniken Karlsruhe. Als Verbandsärztin des DLV gehörte sie zum medizinischen Betreuungsteam der deutschen Nationalmannschaft.

Das medizinische Team des DLV in Birmingham bestand aus fünf Ärztinnen und Ärzten, zehn Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie zwei Psychologinnen und Psychologen. Die Betreuung der Sportlerinnen und Sportler fand täglich an verschiedenen Einsatzorten statt: im Wettkampfstadion, im Trainingsstadion und im Teamhotel.

„Sobald auch nur eine Athletin oder ein Athlet das Hotel in Richtung Stadion verlässt, sind wir mit mindestens einem Arzt und einem Physiotherapeuten vor Ort. So können sich unsere Athletinnen und Athleten ganz auf die Wettkampfvorbereitung konzentrieren. Unsere Tage beginnen dabei oft am frühen Morgen und enden erst kurz vor Mitternacht“, berichtet PD Dr. med. Anna-Katharina Nolte.

Besonders gefragt sind die Verbandsärztinnen und Verbandsärzte bei akuten Verletzungen und Erkrankungen. Neben Diagnostik und Therapie zählt die Einschätzung der Wettkampffähigkeit zu den verantwortungsvollsten Aufgaben. „Gerade die Entscheidung, ob ein Start trotz einer Verletzung medizinisch vertretbar ist, kann sehr anspruchsvoll sein. Als Ärztinnen und Ärzte haben wir die klare Verpflichtung, die Gesundheit unserer Athletinnen und Athleten zu schützen. Gleichzeitig wissen wir, wie viele Jahre Training, Verzicht und Leidenschaft hinter dem Traum stehen, bei einer Europameisterschaft für Deutschland an den Start zu gehen“, so Nolte.

Die Arbeit im Umfeld einer Nationalmannschaft geht dabei weit über die rein medizinische Betreuung hinaus. Bei internationalen Großereignissen erlebt das Betreuungsteam die entscheidenden Momente unmittelbar mit.

„Mitzufiebern, wenn sich ein sportlicher Traum erfüllt, ist immer ein ganz besonderer Gänsehautmoment. Man weiß, wie viel Arbeit hinter einem solchen Erfolg steckt, und darf diesen Moment gemeinsam mit den Athletinnen und Athleten erleben“, sagt Nolte.

Für die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin ist der Einsatz für den DLV die Fortsetzung eines langjährigen Engagements. Bereits vor zehn Jahren begann sie mit der ärztlichen Betreuung der Jugendnationalmannschaften. Die Europameisterschaften in Birmingham waren ihr erster internationaler Einsatz im medizinischen Team der A-Nationalmannschaft.

„Ich komme selbst aus dem Sport und hatte schon zu Beginn meines Medizinstudiums den Wunsch, später einmal als Ärztin mit Spitzenathletinnen und Spitzenathleten zu arbeiten. Die Verbindung aus meiner Tätigkeit als Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, meiner Zusatzqualifikation Sportmedizin und meinem klinischen Schwerpunkt in der Schulterchirurgie passt für mich sehr gut zu dieser Aufgabe“, beschreibt Nolte ihre Motivation.

Die Erfahrungen aus solchen internationalen Einsätzen fließen unmittelbar in die Arbeit der Klinik für Unfall-, Handchirurgie und Sportmedizin ein.

Der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Spitzensport, die Betreuung von Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern sowie die Arbeit unter Wettkampfbedingungen kommen letztlich auch den Patientinnen und Patienten der ViDia Christlichen Kliniken Karlsruhe zugute.

Das medizinische Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bei den Europameisterschaften in Birmingham: fünf Ärztinnen und Ärzte, zehn Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie zwei Psychologinnen und Psychologen.

PD Dr. med. Anna-Katharina Nolte gratuliert Leo Neugebauer zu dessen Goldmedaille im Zehnkampf bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 in Birmingham.

Nach Silber bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und Gold bei der Weltmeisterschaft 2025 in Tokio feierte er damit einen weiteren großen internationalen Erfolg.