Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Handchirurgie und Sportmedizin

Prävention Hüft- und Kniegelenkverschleiß

Prävention des Hüftverschleißes

Der Leistenschmerz des Sportlers kann häufig auf eine Wachstumsstörung des Schenkelhalses zurückgeführt werden. Es kommt dabei zum Anstoßen des Schenkelhalses am Rand des Hüftgelenkes. Ursache kann eine Vorwölbung am Schenkelhals (CAM Impigement) oder eine zu tiefe Hüftpfanne mit weit übergreifendem knöchernen Pfannenrand (Pincer Impigement) sein.

Diese Problematik kann auch bei Erwachsenen auftreten, die eine Hüfterkrankung im Wachstumsalter (Epiphysiolysis capitis femoris und Morbus Perthes) durchgemacht haben. Nicht immer verlaufen diese Hüfterkrankungen symptomatisch.

Bei häufigem knöchernen Anstoßen kommt es zum Schaden an der Gelenklippe des Hüftgelenkes und im Anschluss zum Knorpelverschleiß. Damit hat die Arthroseentwicklung begonnen.

Die Therapie besteht in der Abtragung der vorstehenden Knochenteile, damit ein Schaden von Gelenklippe und Knorpel vermieden werden kann. Die Operation wird als offener Eingriff durchgeführt. Da sich der Schenkelhals an die korrigierte biomechanische Situation anpassen muß, ist postoperativ zunächst eine Phase der Teilbelastung notwendig.

Prävention des Kniegelenkverschleißes

Am Knie dominiert im 3.-4. Lebensjahrzehnt die degenerative Meniskusläsion. Für diese Erkrankung setzen wir die Gelenkspiegelung als minimal-invasive Behandlungsmethode ein.

Durch Anlagestörungen des Kniegelenkes kann es zum Ausrenken der Kniescheibe kommen. Bei Durchblutungsstörungen können Gelenkanteile absterben oder ein Knochenmarködem-Syndrom auftreten. Wir nutzen alle modernen diagnostischen Maßnahmen, um die Diagnose eindeutig zu stellen und die notwendigen Behandlungsmaßnahmen einzuleiten.

Nicht immer sind operative Eingriffe notwendig: Ein Knochenmarködem-Syndrom, auch Bone bruise genannt, kann zum Beispiel sehr häufig durch eine Infusionsbehandlung erfolgreich behandelt werden.

Bei Anlagestörungen mit wiederholtem seitlichen Abgleiten der Kniescheiben sind rekonstruktive Weichteileingriffe notwendig, in manchen Fällen auch knöcherne Korrekturosteotomien .

Ziel unserer Therapie ist die langfristige Erhaltung des eigenen Gelenkes.

Leitender Oberarzt Endoprothetik
Dr. Oliver Stock
Sekretariat
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OA Nico Speck
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Schwerpunkt: Knie