Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin

Mamma-Diagnostik

Als Mitglied des Brustzentrums bieten wir in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der ViDia-Kliniken, den niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen oder dem Screeningzentrum Karlsruhe das radiologische Spektrum der modernen Brustdiagnostik einschließlich interventioneller Verfahren an. Den Patientinnen stehen ein speziell ausgebildetes medizinisch-technisches Assistenzpersonal und erfahrene Radiologen zur Verfügung.

Die digitale Mammographie ist die Basisuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Sie wird im Rahmen des gesetzlichen Mammographie-Screenings durchgeführt, kann bei entsprechender medizinischer Indikation jedoch auch auf ärztliche Zuweisung erfolgen. In unserer Abteilung kommt ein modernes Mammographiegerät zum Einsatz. Es ermöglicht eine besonders hohe Bildqualität bei gleichzeitig möglichst niedriger Strahlenexposition.

Ergänzend bieten wir Spezialaufnahmen einschließlich der Galaktographie bei Flüssigkeitsabsonderungen aus einem Milchgang an. Hierbei wird eine sehr feine stumpfe Sonde nach vorheriger oberflächlicher Betäubung in den betroffenen Milchgang eingeführt und vorsichtig eine geringe Menge röntgendichtes Kontrastmittel injiziert, welches sich in dem Brustdrüsensegment verteilt. Diese Milchgänge werden dadurch in der anschließend durchgeführten Mammographie sichtbar.

Ein modernes Zusatzverfahren, das uns zur Verfügung steht, ist die digitale Tomosynthese. Dabei werden dünne Schichtaufnahmen der gesamten Brust erstellt. Diese schichtweise Darstellung reduziert Gewebeüberlagerungen deutlich und erlaubt eine präzisere Beurteilung auffälliger Strukturen. Aus den Schichtaufnahmen werden zusätzlich 2D und 3D Mammographien berechnet.

Bei der MR-Mammographie (Kernspintomographie der Brust) werden mit Hilfe eines starken Magnetfeldes Schnittbilder beider Brüste erzeugt. Die Untersuchung erfolgt somit ohne Röntgenstrahlen. Sie erfolgt in Bauchlage der Patientin und dauert etwa 20 Minuten. Während der Untersuchung wird der Patientin ein gut verträgliches Kontrastmittel injiziert, mit dessen Hilfe sich sehr empfindlich Tumoren darstellen lassen.

Um hormonelle Einflüsse auf das Drüsengewebe zu reduzieren und falsch positive Befunde zu vermeiden, sollte die MR-Mammographie bei Frauen mit regelmäßiger Zyklusblutung zwischen dem 7. Und 14. Zyklustag, gerechnet vom 1. Tag der letzten Periodenblutung, erfolgen. Frauen, die nach den Wechseljahren Geschlechtshormone einnehmen, sollten diese mindestens 4 Wochen vor der MR-Mammographie absetzen.

Die MR-Mammographie ist eine ergänzende Untersuchung, die bei speziellen Fragestellungen zusätzlich zur Mammographie und Sonographie eingesetzt wird.

Interventionelle Mammadiagnostik

Zur feingeweblichen Abklärung von Veränderungen, die nur in der Mammographie zu sehen sind, führen wir mammographisch computergesteuerte Biopsien in Form der stereotaktischen Vakuumbiopsie durch. Die Eingriffe erfolgen ambulant und in örtlicher Betäubung. Hierfür steht in unserem Hause ein modernes Biopsiegerät zur Verfügung. Wir übernehmen zudem die Abklärungsdiagnostik für das Mammographie-Screening Karlsruhe. Im perioperativen Umfeld bieten wir präoperative stereotaktische Drahtmarkierungen sowie die Präparatradiographie zur unmittelbaren Kontrolle des entnommenen Gewebes an.

Dr. Sylvaine Fritzsche
Steinhäuserstr. 18 · 76135 Karlsruhe (Zugang über Edgar-von-Gierke-Str.)