Modernste Technik in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin

Neues SPECT-CT / KI-gestützte Röntgen-Diagnostik / Einführung Jetstream-System

Mit der Einführung innovativer Medizintechnik stärkt die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin ihre diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten und setzt neue Maßstäbe in der Patientenversorgung. Gleich drei bedeutende Neuerungen – ein hochmodernes SPECT-CT-System, der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Röntgendiagnostik sowie die Etablierung des Jetstream-Systems – verbessern Qualität, Effizienz und interdisziplinäre Zusammenarbeit nachhaltig.

Neues SPECT-CT ermöglicht präzisere Diagnosen

Mitte April haben die ViDia Kliniken ein neues SPECT-CT-System der neuesten Generation vom Hersteller Mediso in Betrieb genommen und damit ein Vorgänger-System ersetzt. Diese Technologie kombiniert die nuklearmedizinische SPECT-Bildgebung mit einer radiologischen CT-Komponente und ermöglicht damit deutlich präzisere Diagnosen. Durch eine höhere Bildauflösung und die Kombination der beiden Untersuchungsmethoden profitieren Patientinnen und Patienten vor allem von genaueren Diagnosen und damit einer besseren Therapieplanung. Ergänzt wird das neue SPECT-CT durch eine neue Auswertesoftware.

Mit dem neuen System und einem bereits vorhandenen SPECT-Gerät  ergeben sich klare Vorteile im klinischen Workflow: Dank identischer SPECT-Komponenten können Untersuchungen flexibel geplant und durchgeführt werden, etwa bei Ruhe- und Belastungsuntersuchungen in der Herzszintigraphie. Klinische Schwerpunkte liegen unter anderem im Lungenzentrum, etwa bei der Diagnostik von Lungenembolien, Bronchialkarzinomen und Emphysemen, in der Kardiologie bei koronarer Herzkrankheit und Ischämiediagnostik sowie im Schilddrüsenzentrum, beispielsweise in der Nebenschilddrüsendiagnostik. „Mit dem neuen SPECT-CT stärken wir die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei maximaler Qualität und Zuverlässigkeit“, erkärt PD Dr. Ferdinand Seith, Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin. Mit seinem Eintritt in die ViDia Kliniken im Januar 2025 erfolgte die Fusion der bis dahin eigenständigen Kliniken für Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin. 

Für gesetzlich Versicherte ist eine ambulante Diagnostik im SPECT-CT über das MVZ Nuklearmedizin der ViDia Kliniken mit entsprechender Überweisung möglich.

KI-gestützte Befundung in der Röntgendiagnostik

Auch in der Röntgendiagnostik hält modernste Technologie Einzug: Mit der Einführung der künstlichen Intelligenz „Gleamer“ werden Skelett-Röntgenaufnahmen künftig automatisiert analysiert. Die Software erkennt Frakturen und Knochenläsionen, misst orthopädische Winkel und stellt die Ergebnisse direkt im Bildarchivsystem (PACS) zur Verfügung. Dies unterstützt insbesondere die Zusammenarbeit mit der Orthopädie, der Wirbelsäulentherapie und der Unfallchirurgie und ermöglicht eine schnelle erste Einschätzung in Kategorien wie zum Beispiel „Fraktur“, „keine Fraktur“ oder „wahrscheinliche Fraktur“. Bei aller technologischen Unterstützung bleibt die ärztliche Expertise zentral: Die radiologische Befundung erfolgt weiterhin durch Fachärztinnen und Fachärzte. Klare Prozesse zur Qualitätssicherung stellen sicher, dass die neue Technologie sinnvoll eingesetzt wird und die Diagnostik zuverlässig ergänzt – nicht ersetzt. Dabei erfolgt der Einsatz der KI datenschutzkonform, es werden keinerlei Daten aus dem klinischen Betrieb für das weitere Training der Software an den Hersteller geliefert.

Innovative Technik in der Gefäßtherapie

Mit dem Jetstream-System hat die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin eine weitere innovative Technologie eingeführt, die insbesonder in der interventionellen Gefäßmedizin Anwendung findet. Mit dem neuen so genannten Atherektomiesystem lassen sich unterschiedliche Gefäßverändeurngen wie Kalzium, Plaque oder Thromben gezielt behandeln, die unbehandelt häufig zu Gefäßverschlüssen führen. Das System entfernt Ablagerungen und reduziert gleichzeitig das Risiko einer distalen Embolisation, also den Verschluss von kleinen Blutgefäßen.   

Mit diesen Innovationen unterstreicht die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin ihren Anspruch, modernste Technik konsequent für eine hochwertige, sichere und zukunftsorientierte Patientenversorgung einzusetzen. 

Erfreut über die Erneuerung des SPECT-CT: PD Dr. Ferdinand Seith, Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin (re.) und Jonas Vogel, Leitender Oberarzt für die Nuklearmedizin der ViDia Kliniken.
Das neue SPECT-CT kombiniert die nuklearmedizinische SPECT-Bildgebung mit einer radiologischen CT-Komponente und ermöglicht damit deutlich präzisere Diagnosen.
 Die Gleamer-Software erkennt Frakturen und Knochenläsionen, misst orthopädische Winkel und stellt die Ergebnisse direkt im Bildarchivsystem (PACS) zur Verfügung. Abb.: Gleamer