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Klinik für Augenheilkunde

 

Crosslinking


Crosslinking ist in der Augenheilkunde seit über 10 Jahren erprobt und mittlerweile das etablierte Standardverfahren zur Behandlung des Keratokonus. Das Crosslinking wird auch als x-linking, UV-Crosslinking, UV-Kollagenquervernetzung oder UV-Riboflavin-Crosslinking bezeichnet.

Warum wird ein Crosslinking durchgeführt?

Das Crosslinking ist ein Operationsverfahren mit dem Ziel der Stabilisierung eines an sich immer weiter verschlechternden Zustands der Hornhaut.

Was wird behandelt? Welche Diagnosen können betroffen sein?

Betroffen sind sogenannte Keratektasien. Die bekannteste  Form ist der Keratokonus (im Folgenden dann weiter so genannt), ein weiterer bekannter Vertreter ist die pellucidale mariginale Hornhautdegeneration (PMCD).  Ebenso kann eine therapieresistente Hornhautentzündung (Keratitis) möglicherweise in eine mildere Form geführt werden oder geheilt werden.

Was ist ein Keratokonus?

Der Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut (Kornea), bei welcher die Hornhaut geschwächt ist und sich ihre Form verändert. Bedingt durch die Degeneration verdünnt sich die Kornea meistens im Zentrum oder in der unteren Hälfte und wölbt sich kegelförmig vor (ein Keratokonus ist also eine kegelartige Vorwölbung der Hornhaut). Dadurch verändern sich die Sehleistung, der Seheindruck, die Sehqualität und die Brillenkorrektur.

Bei einer gesunden Hornhaut ist die Wölbung/Krümmung sehr gleich- und regelmäßig. Sie hat im Idealfall eine kugelartige (sphärische) Form, wie bspw. ein Fotoobjektiv, und kann einen scharfen, deutlichen Seheindruck ermöglichen. Auch eine regelmäßige Hornhautverkrümmung (Hornhaut-Astigmatismus) ist klar von einem Keratokonus abzugrenzen. Bei einem regulären Hornhautastigmatismus zeigt sich ein symmetrisch verteilter Krümmungsunterschied.

Bei einem Keratokonus ist die Hornhautform eher tropfenförmig und kann keinen deutlichen, scharfen Seheindruck ermöglichen, sondern der Seheindruck ist unklar, verschattet, konturiert, wodurch die Sehleistung (Visus) gemindert wird. Mit Zunahme der ungleichmäßigen, tropfenförmigen Vorwölbung der Kornea verringert sich zwangsläufig die Sehleistung des Auges. Wir sprechen dann von einem  progressiven Keratokonus.

Was bewirkt ein crosslinking?

Das crosslinking bewirkt primär eine (Ver-) Festigung der Hornhaut. Durch den photochemischen Prozess werden in der Hornhaut zwischen den einzelnen Kollagensträngen (Kollagenfibrillen), zusätzlich zu den bestehen Verbindungen, weitere Verbindungsbrücken geschlagen. Die Anzahl der Kollagenquervernetzung  wird also erhöht und die Hornhaut dadurch verdichtet, rigider und resistenter.  

Dadurch wird ein Stopp des Degenerationsprozesses der Hornhaut erreicht und der Keratokonus schreitet in seiner Ausprägung nicht weiter fort. Wir können also die aktive, progressive Form  in eine inaktive, ruhende Form führen. Der Zustand wird sozusagen „eingefroren“.  Langfristig ist das Fortschreiten des Keratokonus angehalten oder zumindest deutlich verlangsamt.

Wie ist der Behandlungsablauf?

Nachdem ein sich weiterentwickelnder Keratokonus festgestellt worden ist, wird ein Termin zum Crosslinking festgelegt. An dem OP-Termin sollten Sie 3 Stunden Zeit und eine Begleitperson einplanen.

Der Eingriff an sich dauert ca. 90 Minuten. Er teilt sich in vier Schritte auf:

  • Im ersten Schritt wird das Auge örtlich betäubt und der Eingriff vorbereitet und zu allererst die oberste Schicht der Hornhaut (Epithel) mechanisch entfernt, damit die Barrierefunktion aufgehoben ist und das Medikament (Riboflavin) in die darunter liegenden Schichten eindringen kann. 
  • Über 30 Minuten hinweg wird im zweiten Schritt der Wirkstoff alle paar Minuten eingeträufelt, bis die Hornhaut komplett gesättigt ist.
  • Während des dritten Schrittes wird dieser Teil weiter fortgeführt und zusätzlich mittels eines UV-Emitters die Hornhaut mit UV-Licht bestrahlt.
  • Beim letzten Schritt wird das Auge gespült und mit einer therapeutischen Kontaktlinse versorgt. Nach einer kurzen Wartezeit können Sie dann nach Hause gehen.

Seit dem 14.03.2022 erreichen Sie uns im ViDia Neubau: 

Steinhäuserstr. 18
(Zugang über Edgar-v.-Gierke-Str.)
76135 Karlsruhe

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Prof. Dr. Wolfgang Lieb

 

St. Vincentius-Kliniken
Steinhäuserstraße 18
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